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15. August 2010

Die DIG Hamburg teilt mit:


Das indonesische Segelschulschiff KRI Dewaruci wird am 24. August um ca. 18 Uhr in Bremerhaven ankommen. Am 25. August wird ein Team der Dewaruci auf der Radio Bremen-Bühne indonesische Darbietungen zeigen. Am 26.-27. wird es einen Segelwettbewerb geben. Offiziere, Mannschaft und Kadetten würden sich über zahlreiche Besuche von indonesischen Bürgern und Indonesien-Freunden und -Freundinnen freuen. Liegeplatz: Barkhausenstraße, Bremerhaven.
Info des indonesischen Generalkonsulats Hamburg

Am Samstag, 25.9.2010 von 14.00 bis 22.00 Uhr findet im Völkerkundenmuseum in Zusammenarbeit mit dem Generalkonsulat und mit freundlicher Unterstützung des Indonesian Trade Promotion Center und der IKAT-Agentur ein Thementag Indonesien statt.
Info des indonesischen Generalkonsulats Hamburg

21. Juni 2010

Indonesische Filmtage in Hamburg

Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr veranstaltet das Abaton Kino in Hamburg nun erneut ein indonesisches Filmfestival. Nach den Werken des Regisseurs Riri Riza im letzten Jahr stehen beim 
2. Indonesischen Filmfest in Hamburg indonesische Regisseurinnen im 
Mittelpunkt. 
Die Filmschau vom 28. Juni bis 1. Juli präsentiert eine Filmauswahl von Upi Avianto, Nan Triveni Achnas und Nia di Nata
. Alle Film laufen im indonesischen Original mit englischen Untertiteln.

Nähere Angaben zu den fünf Filmen auf der Homepage des Filmtheaters Abaton

24. November 2009

"Anklung in Concert" in Hamburg am 26. November 09

Das Anklung Orchester Hamburg, das auch in Braunschweig anlässlich der Veranstaltung "Indonesien ganz nah" am 9. Mai 2009 zu hören war, lädt zu einem Konzert in Hamburg ein.


"Wie Melodien allein durch das Schütteln von Bambusröhren entstehen, können Sie am 26. November 2009 um 19 Uhr im Audimax II, TUHH Hamburg erleben. Das Angklung Orchester Hamburg lädt Sie herzlich zu seinem zweiten Konzert an der TU Hamburg-Harburg ein.
Studierende der TUHH sowie Schülerinnen und Schüler spielen mit spürbarer Freude traditionelle indonesische Musik, Stücke klassischer Musik, internationale Pop Hits, Jazz und Blues. In der Pause können Sie fernöstliche Köstlichkeiten genießen.

Was ist Angklung:
Angklung ist ein traditionelles, sundanesisches Musikinstrument aus Bambus. Es besteht mindestens aus zwei, meist jedoch aus drei in einem Bambusgitter frei hängenden, in Oktaven gestimmten Bambusröhren, die beim Schütteln in unregelmäßiger Folge an der untersten Gitterstange angeschlagen werden. Durch Rütteln werden dabei die Töne erzeugt. Ein Angklung erzeugt nur einen Ton."

Nähere Hinweise zu dieser Veranstaltung siehe http://www.angklunghamburg.de oder Generalkonsulat der Republik Indonesien

Videos dieser Anklung-Gruppe sind auf Youtube zu sehen u. a. auch drei Videos vom Auftritt am 9. Mai 2009 in Braunschweig (Video 1, Video 2, Video 3).

14. September 2009

"Paradies am Rande der Hölle“ - Indonesientag im Vogelpark Walsrode

Hinweis auf eine ganztägige Veranstaltung im Vogelpark Walsrode
am Sonntag, 27.09.09
in Kooperation mit dem indonesischen Generalkonsulat, der DIG Hamburg und der IKAT-Agentur

"Ahnenkult und Götterglaube, Tanz des Adlers und Indonesisches Markttreiben,
rhythmischer Sitztanz und javanische Trommeln – All das und noch viel mehr
erleben die Besucher an unserem Indonesien-Tag.

Tänze, Musik aus verschiedenen Regionen: Batak, Java, Bali, Aceh und ein großes Angklung-Orchester erwartet uns.

Und der Vogelpark insgesamt ist allemal einen Besuch wert. Sonder-Eintrittspreise für Mitglieder der DIGs. Weitere Infos hier"

17. Juni 2009

Mit dem Kaffeeröster nach Bali?

"Träumen wir nicht alle von Bali..."

schreibt Karen Stadtlander von der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft Hamburg und verweist in einem aktuellen Kommentar auf die Bali-Vermarktung des Kafferösters Tchibo.

Auf seiner Internetseite

"... bietet Tchibo - garniert mit einem hübschen kleinen Bali-Film, in dem auch Motive aus Java und Kalimantan erscheinen - eine recht günstige Reise nach Bali an. Ihnen und den Werbemachern sei diese Reise empfohlen, schauen Sie selbst, Bali ist viel schöner als die Tchibo-Kissen, Tischläufer und Schirmständer u.s.w.!"

Kommentar von Karen Stadtlander, DIG Hamburg (auch mit Links zu den Parlamentswahlen und zur Präsidentenwahl)

9. Mai 2008

Bericht über den Vortrag von Prof. Dr. Hermann Kulke am 8. Mai 2008 in Hamburg

"Indische Einflüsse in Indonesien, Indisierung und Indigenisierung"
Vortrag im Museum für Völkerkunde, Hamburg

Blick in die Dauerausstellung des Museums „Ein Traum von Bali“

Im alten holzgetäfelten Hörsaal des ehrwürdigen Museums für Völkerkunde in Hamburg fand am 8. Mai 2008 vor Mitgliedern der DIGs und anderen Interessierten der mit großem Interesse aufgenommene eineinhalbstündige Dia-Vortrag des Indologen, Historikers und Politologen Prof. Kulke Kiel, statt, welcher sich indischen Einflüssen seit dem 5. nachchristlichen Jahrhundert in Südostasien widmete.

Dieser von Indien ausgehende religiöse, kulturelle und politische Einfluss, der durch friedliche Handelsbeziehungen der seefahrenden Kaufleute und damit verbundene Reisen von Priestern, Kunsthandwerkern, Gelehrten und „Entwicklungshelfern“ in vielen Ländern Südostasiens nachweisbar ist, wurde anhand von Beispielen aus Tempelarchitektur und bildender Kunst belegt. Herausragende Tempel und Statuen unter anderem in Java, Bali und Sumatra zeigen den frühen Siegeszug von Buddhismus und Hinduismus vor der Islamisierung des Landes. Obwohl Tempelbauten und Kunst im „Heimatland“ Indien auf gleiche religiöse Traditionen und Mythen zurückzuführen sind und Ähnlichkeiten ins Auge fallen, zeigte sich schon früh, dass die künstlerische, politische und religiöse Entwicklung in Südostasien weiterging, sich von indischen Vorbildern allmählich deutlich unterschied und schließlich eine vollkommen eigenständige Kultur hervorbrachte. Prof. Kulke belegte dies anhand mehrerer Beispiele, unter anderem durch Betrachtung des zum Unesco-Weltkulturerbe zählenden, im 9. nachchristlichen Jahrhundert auf Java von vermutlich einheimischen Kunsthandwerkern – Steinmetzen, Polieren und nicht zuletzt anonymen Architekten - errichteten buddhistischen Tempels Borobodur auf Java. Die auf den Reliefs dargestellten Personen sind keine Inder, sie weisen vielmehr malayische Züge auf, die in Stein gemeißelten Schiffe sind solche, die nur in Indonesien vorkommen.

Nach Meinung des Referenten ist die speziell indonesische Variante der hinduistischen Heldenepen durch „narrative Elemente gekennzeichnet“. Als Beispiel verwies der Referent auf die in Indonesien verbreitete „Nacherzählung“ des indischen Ramayana-Epos in der bildenden Kunst. Der Raub Sitas im Epos werde in indischen Skulturen nicht dargestellt. Ferner spiele die Einbeziehung der Natur von Flora, Fauna bis hin zu Wasserläufen und Kanälen ein in Indonesien wichtiges Element bei der Errichtung von Tempelbauten. Stärker als in Indien sei schließlich auch die Betonung der Magie in der Kunst Südostasiens. Aus diesen Gründen könne man auch nicht von einer Indisierung sprechen, sondern eher von einer Indigenisierung.

Weiterhin wurde auf Unterschiede bei der Verbreitung des Buddhismus und des Hinduismus hingewiesen. Auch die Frage, inwieweit die kleinen Königreiche Indonesiens damals direkt einen „Import“ des Hinduismus förderten, um die Macht der Herrscher auszubauen und diese zu gottähnlichen Wesen zu machen, welche ständig verehrt werden mussten und denen Tribut zu zollen war, wurde im Vortrag behandelt.

Abschließend bedauerte Prof. Kulke, dass gegenwärtig die Indologie in Indonesien brachliege und kaum ein Indonesier noch Sanskrit lerne und zog folgendes Fazit:

Im Mutterland des Hinduismus und des Buddhismus, Indien, sei immer noch die Meinung vorherrschend, Hinduismus und Buddhismus hätten sich im fernen Osten ausgebreitet und dort Fuß gefasst – „Hindu colonies in the Far East.“ Die eigenständige Weiterentwicklung indischer Traditionen wird somit herabgespielt. Dabei sollte eigentlich unbestritten sein, dass es in Südostasien zu keiner Zeit „indische Kolonien“ gab, sondern Partnerschaften als Beispiele früher Globalisierung. Es bestehe allerdings die Hoffnung, dass mit Hilfe neuer Technologien demnächst die Untersuchung archäologischer Funde hilft, Fragen zu beantworten, auf die die Wissenschaft bisher keine Antwort weiß. Wie war es möglich, dass sich innerhalb relativ kurzer Zeit in den Ländern Südostasiens, darunter Indonesien, eine großartige eigenständige buddhistisch-hinduistische Kultur entwickelte, über deren Entstehungsgeschichte noch wenig bekannt ist?

(Bericht: Prof. Astrid Fricke)