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19. Mai 2022

Frühlingsfest der DIG im "Haus der Kulturen"

Am 14. Mai 2022 trafen sich die Mitglieder der DIG-Niedersachsen e.V.  im „Haus der Kulturen, Braunschweig“ zu einem gemütlichen und sehr fröhlichen „Frühlingsfest“. 

Sämtliche Mitglieder waren aktiv am Gelingen dieses Treffen beteiligt: an der Gestaltung des Büfetts, junge Studenten sangen zur Gitarre, gemeinsam wurde auf indonesischen Anklung-Instrumenten gespielt und auch eine Trommel erklang.


Besonders freuten wir uns über den Besuch des Generalkonsuls der Republik Indonesia Hamburg, Herrn Ardian Wicasono und Ehefrau sowie weiterer Personen des Konsulats.





















3. Oktober 2015

DIG-Stammtisch mit Ayu Laksmi als Gast

Zu Gast beim DIG-Stammtisch war am 1. Okt. 2015 die indonesische Sängerin Ayu Laksmi zusammen mit zwei weiteren Mitgliedern aus der Gruppe  "Ayu Laksmi"


Video
(Vollbilddarstellung ist möglich)




Fotoalbum 
(11 Fotos, im Bild Mitte rechts weiterklicken.
Bildvergrößerung: einmal ins Bild klicken))


DIG Stammtisch mit Ayu Laksmi

1. Juli 2015

Film "JAKARTA DISORDER" am 6. Juli in Wolfenbüttel

Hinweis auf den Film "JAKARTA DISORDER" 
am Montag, den 6. Juli 2015 um 20 Uhr 
im Filmpalast Wolfenbüttel, Lange Straße 5.
Sprache: Indonesisch; Untertitel: Deutsch u. Englisch

Im Anschluss steht der Regisseur für ein Gespräch mit den Zuschauern zur Verfügung. Eintritt: 2€ als Spende für ein Crowdfunding Projekt des Regisseurs Peter Ohlendorf (Heilbronn Komplex).

Ist Demokratie möglich? Darauf versucht der Film JAKARTA DISORDER von Ascan Breuer am Beispiel der 30Millionen-Einwohnerstadt Jakarta eine Antwort zu geben. DIE GEW Wolfenbüttel hat Ascan Breuer und seinen Film nach Wolfenbüttel geholt. 

Der Film hat gerade den Eine Welt Filmpreis NRW gewonnen und Ascan Breuer wurde von der Republik Österreich mit dem Outstanding Artist Award 2015 ausgezeichnet.

Ausführliches Infomaterial (Schulmaterial deutsch) 



Für alle LehrerInnen ist noch folgender Hinweis interessant: Am 07.07. findet um 09.30 Uhr eine Vorstellung für Schulklassen statt. Der Eintritt ist frei. Der Film eignet sich für die Politische Bildung ab Klasse 8, kann aber auch sehr gut in den Fächern Geografie, Ethik und Religion eingesetzt werden. Wer mit seiner Klasse am 07.07. kommen möchte, sollte sich vorher bei Herrn Michael Bode per Mail anmelden (Michael@bodeweb.de)

26. Februar 2015

INDONESIEN TRIFFT DIE PHILIPPINEN - Kulturelle Begegnungen in Burgdorf -


- INDONESIEN TRIFFT DIE PHILIPPINEN _
Eine Kulturfestival der besonderen Art.
Am Samstag, den 13. Juni 2015
Ort: Sorgenser Straße 30, 31303 Burgdorf
Das wird nicht nur eine kulturelle Begegnung. 
Geplant ist ein ganztägiges Fest mit indonesischer und philippinischer "Kultur pur"! 
Wir wollen gemeinsam singen, tanzen und essen, eben feiern. Beide Gruppen werden ihre Kultur entsprechend darstellen, und zwar durch Gesang, Tanz, Musik und landestypischen Spezialitäten. Alle sind aufgerufen, sich hier einzubringen und mitzumachen.
Wir, die Indonesische Kulturengruppe und der PDF-HANNOVER e.V. mit unserem Kooperationspartner Burgdorfer Mehr-Generationen-Haus e.V., möchten etwas Besonderes bieten, nämlich unsere jeweilige Kultur darstellen und dem Publikum gleichzeitig aufzeigen, dass wir damit als langjährige Mitglieder der deutschen Gesellschaft hier vollständig integriert sind.
Unsere Kulturen bereichern die Deutschen. Miteinander ist besser als gegeneinander! 
Die musikalischen und künstlerischen Darbietungen sind für den Besucher kostenfrei. Unser Wunsch ist es, in einem harmonischen, kontrastreichen und fröhlichen Ambiente Besucher sowie auch Mitwirkende unseres Kulturfest zu erleben. 
...und da sich unser Fest ausschließlich durch Sponsoren finanziert, freuen wir uns auch in Zukunft über jede Unterstützung.
Wir freuen uns auf das Fest!!!





22. April 2014

Wie ich aus Indonesien nach Deutschland kam und hier meine zweite Heimat fand (2)

Kurzvortrag von Florence Henny Sudradjat im Rahmen der DIG Mitgliederversammlung am 3. April 2014

Ich bin am 19.06.1958 in Cirebon-Indonesien geboren.

In Indonesien bin ich zur Schule gegangen und habe dort auch mein Zahnmedizinstudium absolviert.

Hier in Deutschland zu leben, war damals überhaupt nicht geplant.

Erst durch meinen Mann bin ich aus Indonesien nach Deutschland gekommen.

Am Anfang war die Umstellung sicherlich nicht so einfach, da ich niemanden kannte und die Sprache nicht beherrschte.

Ich war und bin sehr kontaktfreudig, liebe die Gesellschaft, habe versucht deutsch zu sprechen und die Kultur der Deutschen zu verstehen, um so mein Leben hier in Deutschland zu vereinfachen.

Glücklicherweise habe ich schnell eine Stelle in einer Zahnarztpraxis erhalten.

Seit August 1988 arbeite ich nun im Gesundheitsamt der Stadt Braunschweig als Stadtzahnärztin und Abteilungsleiterin des Kinder- und Jugendzahnärztlichen Dienstes.

Nicht nur weil ich hier so viele nette und liebe Freunde habe, auch das leckere Essen, insbesondere die verschiedenen Brotsorten, vermisse ich, wenn ich gerade in Indonesien bin.

Ebenso mag ich die verschiedenen Jahreszeiten, denn ich freue mich wenn die Blumen im Frühling blühen, im Sommer bei schönem Wetter mit Freunden und Familie auf der Terrasse sitzen und grillen zu können, ich genieße das farbenprächtige Laub im Herbst und wenn ich die Weihnachtsdüfte im Winter bewundern kann. Das alles sind Gründe, warum ich mich hier sehr wohl fühle.

Ganz besonders bewundere ich die Toleranz, die Loyalität, das Streben nach Perfektion, die Diskussionsfreudigkeit und die Pünktlichkeit der Deutschen.

Auch in der Beziehung Integration ist Deutschland beeindruckend. In kaum einem anderen Land wie Deutschland funktioniert die Integration so gut und so fand ich hier in Deutschland meine zweite Heimat.

Ich finde, Integration ist keine Einbahnstraße: Wenn man sich bemüht, die Sprache spricht – und das muss nicht perfekt sein – dann findet man schnell Kontakt.

Autorin: Florence Henny Sudradjat

18. April 2014

Abschiedsparty für die Generalkonsulin Marina Estella Anwar Bey und den Minister Konsul Andi Dirgahayu Yudhachandra

Die Indonesische Kulturengruppe Hannover veranstaltet am 
Sonntag, den 15. Juni 2014 von 12:00 bis 19:00 Uhr eine Abschiedsparty für

die Indonesische Generalkonsulin 
Marina Estella Anwar Bey

und den Minister-Konsul 
Andi Dirgahayu Yudhachandra

und lädt dazu alle Mitglieder und Freunde der DIG-Niedersachsen e.V. herzlich ein.


25. November 2013

Rückblick auf das Kultur-Festival der Indonesischen Kulturengruppe am 16. Nov. 13 in Burgdorf/Hannover

Begrüßungstanz
Das Indonesische Kultur-Festival, das die "Indonesische Kulturengruppe (IKG)" am 16. November in der Zeit von 12 Uhr bis 22 Uhr im Burgdorfer Mehr-Generationen-Haus veranstaltete, war ein überwältigender Erfolg, zu dem wir herzlich gratulieren.

Im Namen der DIG schrieb Dr. Ridwan Sartiono auf der IKG-Facebook-Seite:

"Das Indonesische Kultur-Festival in Burgdorf ist hervorragend und auf hohem Niveau bei allen Beteiligten und bei großem Publikum sehr gut angekommen. Es war uns eine Freude, daran teilnehmen zu dürfen!

Anwesend waren auch viele Mitglieder und Freunde der DIG Niedersachsen e.V., davon aktiv Frau Annelie Sartiono, Frau Henny Sudradjat und Frau Asih Mujiasih.

Da die vielen Fotos und Videos von dieser Veranstaltung nur auf Facebook zu sehen sind, zeige ich an dieser Stelle nur eins meiner 7 Videos und mein eigenes  Fotoalbum.

Video Tanz Cendrawasih (Vogeltanz)




16. September 2013

Indonesisches Kultur-Festival

veranstaltet 
am 16. November 2013 von 12:00 bis 22:00 Uhr
ein "Indonesisches Kultur-Festival" in 31303 Burgdorf, Gartenstr. 28
Eintritt frei.

Es werden indonesische Tänze und Lieder dargeboten, weiterhin indonesische Kampfkunst und Tái Chi.

Auch Mitglieder der DIG Niedersachsen e.V. sind mit drei Darbietungen vertreten:

1. ANNELI SARTIONO mit einem Diavortrag über Indonesien
ca. 13:15 - 13:45 Uhr




2. Henny Sudradjat mit dem traditionellen indonesischen Musikinstrument Anklang
ca. 18:00 - 18:15 Uhr





3. Ashi Mujiasih mit dem Tari Gandrung-Tanz
ca. 17:00 - 17:15 Uhr




Das gesamte Kultur-Festival-Programm ist hier einsehbar:





13. September 2013

Kulturfest der Volkshochschule Braunschweig


Die Volkshochschule Braunschweig Haus Heydenstraße 2 lädt heute am 13. September ab 16 Uhr zum Kulturfest ein. Der Eintritt ist frei.

Die DIG Niedersachsen war wieder aktiv vertreten (siehe aktuelles Foto)




Hier die Zeitungs-Vorankündigung mit einem Foto vom vorigen Kulturfest
Quelle: BZ vom 13. 9. 13


10. März 2013

Wie ich aus Indonesien nach Deutschland kam und hier meine zweite Heimat fand (1)

Kurzvortrag von Dr. Ridwan Sartiono im Rahmen der DIG Mitgliederversammlung am 7.03.2013


Vor 60 Jahren wurde ich in der Stadt Tangerang in der Nähe von Jakarta geboren. Damals war Tangerang noch klein und überschaubar und jetzt sind die vier Städte Jakarta, Bogor, Tangerang und Bekasi zu einem Ballungzentrum mit der Bezeichnung Jabotabek zusammengeschmolzen.
Mein Geburtsname ist Thio Oen Goan und bedeutet warme Quelle. Am Namen kann man erkennen, dass ich chinesischer Abstammung bin. Wann genau meine Ururgrosseltern aus China nach Indonesien ausgewandert waren, weiß ich bis jetzt leider nicht. In Indonesien war ich ein Chinese, obwohl ich kein Chinesisch kann und auch China nicht kenne. Meine Eltern hatten fünf Söhne und vier Töchter, ich bin das sechste Kind. Knapp 19 Jahre verbrachte ich mein Leben dort in Tangerang mit zwei Kulturen, nämlich Indonesisch und Chinesisch. Das war für mich schon eine Bereicherung.
Zuhause bei meinen Eltern war ich sehr verwöhnt und behütet, da meine Eltern drei Dienstfrauen hatten. Eine Frau war nur für die Wäsche, eine für die Küche und eine für die Kinder. Wegen der politischen Unruhen im Jahr 1965 musste ich im Alter von 12 Jahren einen indonesischen Namen annehmen. Ich hatte Ridwan als Vorname ausgesucht und mein Vater hatte Sartiono als Familienname festgelegt. Später hier in Deutschland sagten einige arabische und türkische Kollegen, dass Ridwan ein arabischer Name ist und bedeutet: ein Engel, der die Paradiestore bewacht.
Ich besuchte dort in Tangerang eine katholische Grund-, Mittel- und Oberschule. In der Schule damals herrschte eine strenge Ordnung und Disziplin. Wir waren von den holländischen Nonnen und Priestern betreut. Vor dem Unterrichtsbeginn und nach dem Unterrichtsende mussten wir alle stehen und Vaterunser beten. Ich fühlte mich in der Schule wohl und lernte viel. In der Oberschule war ich als Klassensprecher tätig und danach für zwei Jahre als Schulsprecher. In Indonesien besuchten wir nur 12 Jahre die Schule. In der 11. Klasse bekam ich zusätzlich Deutschunterricht als Fremdsprache, den ich nach einem Jahr gleich abwählte, da ich diese schwierige und komplizierte Sprache nicht lernen wollte.
Eines Tages bot mein Vater mir an, anders als meine Geschwister, im Ausland zu studieren. Nach einigen Überlegungen entschied ich mich gegen Australien und für Deutschland. Deutschland war bekannt für technische Ausbildung. Nach dieser Entscheidung bestellte ich für 2 Monate einen Deutschlehrer nach Hause. Gleichzeitig liefen die Vorbereitungen für die Reise nach Deutschland. Für die Reise benötigte ich einen Reisepass. Dafür musste ich erst offiziell eine indonesische Staatbürgerschaftsurkunde beantragen. Diese Formalitäten nahmen viel Zeit in Anspruch. Ich buchte einen Deutschkurs am Goethe-Institut in Bad Arolsen in der Nähe von Kassel.
Am 20 Februar 1972 flog ich nach Deutschland, um Bauwesen zu studieren und anschließend in meine Heimat zurückzukehren, da mein Vater eine große Baufirma hatte. Als ich in Deutschland ankam, lag dicker Schnee. Für mich war es das erste Mal, Schnee in der Natur zu sehen. Ich besuchte in Bad Arolsen für 4 Monate einen Deutschkurs. Dafür musste ich 4000 DM bezahlen. Im Goetheinstitut waren viele Studenten aus verschiedenen Ländern. Wir tauschten viele interessante Erfahrungen aus. Nach dem Sprachkurs besuchte ich das Studienkolleg für ein Jahr in Hamburg, um das deutsche Abitur zu erlangen. Dort wohnte ich in einem Studentenwohnheim, in dem mehrere ausländische Studenten wohnten. Dort lernte ich die junge deutsche Studentin Anneli kennen.
Im Wintersemester 1973 fing ich an, Bauwesen an der TU Berlin zu studieren. 1975 wechselte Anneli ihren Studienplatz zur FU Berlin und zog zu mir ins Studentenwohnheim Nollendorfplatz in Westberlin ein, nachdem wir uns 1,5 Jahre lang gegenseitig übers Wochenende besucht hatten. Im Sommer 1975 machten wir gemeinsam einen 6 wöchigen Urlaub in Indonesien. Ich dachte, es wäre sinnvoll, dass meine Freundin meine Familie in Indonesien und auch das Land kennenlernen sollte, um festzustellen ob sie dort leben könnte. Wir feierten im Haus meiner Eltern unsere Verlobung mit ca. 150 Gästen.
Ab unserer Verlobung 1975 fing ich an, mich für die deutsche Kultur, Gesellschaft und Politik zu interessieren, hörte öfter klassische Musik, besuchte Konzerte, Theater und Museen. Außerdem gewöhnte ich mich an die deutsche Art, in der Natur ohne bestimmtes Ziel zu wandern, was man in Indonesien als völlig nutzlos bezeichnen würde.
In Berlin studierten wir beide sehr fleißig und hatten viele Freunde aus unterschiedlichen Ländern, die unser Leben bereicherten. Nach dem Studium arbeitete ich an der TU Berlin für 5 Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Bauinformatik, wo ich dann meine Promotion abschloss. Als meine Freundin ihr erstes Staatsexamen abgelegt hatte, heirateten wir im November 1978. Danach wurden unsere Tochter Julia und unser Sohn Johannes geboren.
Wir machten uns viele Gedanken, wo wir leben und arbeiten wollten, nämlich entweder hier in Deutschland, oder in Indonesien oder in einem neutralen Land. Für mich war es sehr beruhigend zu wissen, dass meine Frau bereit war, mit mir nach Indonesien auszuwandern und dort zu leben. Einige Versuche hatten wir bereits unternommen:
  1. Versuch: Nach Neuseeland konnten wir auswandern, aber als es soweit war machte ich einen Rückzieher.
  2. Versuch: Wir wollten zu der Insel Batam, in der Nähe von Singapur auswandern. Ich besuchte 1982 diese Insel, um zu erfahren ob ich dort als Bauingenieur arbeiten könnte. Aber Damals gab es auf dieser Insel noch fast keine Infrastruktur.
  3. Versuch: Als Dozent an der Universität in Ujung Pandang ehemals Makasar in Süd Sulawesi. Dort gab es jedoch kein Rechenzentrum für ein neu zu gründendes Institut für Bauinformatik, wie in Berlin.
Wir konnten uns wirklich nicht entscheiden, wo wir leben wollten, da die beiden Länder Deutschland und Indonesien Vorteile und auch Nachteile haben. Darüber hatte ich sogar, aber ohne Ergebnis, eine Entscheidungsmatrix erstellt.
Im August 1986 fing ich an, bei Volkswagen in der Forschung und Entwicklung als Systemanalytiker zu arbeiten. Wir wohnten in einem Mietshaus in Hillerse. Ein Jahr später kauften wir ein Doppelhaus in Wedelheine, von wo aus man die drei Städte Wolfsburg, Braunschweig und Gifhorn gut erreichen kann.
Das war eine richtig große Entscheidung, dass wir hier in Deutschland leben wollten. Von nun an, war mein Kopf frei für die weitere Entwicklung unseres Lebens. 1988 wurde ich eingebürgert und erhielt die deutsche Staatsbürgerschaftsurkunde. Dafür musste ich den indonesischen Pass abgeben.
Damals bevor wir diese Entscheidung getroffen hatten, meinte ich immer Indonesien, wenn ich zu Hause sagte, da ich dort geboren wurde. Auch damals, wenn jemand mich grob behandelt oder beschimpft hatte, war ich gekränkt, und dachte, weil ich ein Ausländer war. Diese Gefühle habe ich nun schon lange nicht mehr. Früher war es für mich normal, dass Menschen so leben sollten, wie ich es aus Indonesien kannte. Deshalb hatte ich oft Menschen hier aus der indonesischen Sicht kritisiert, wie sie lebten. Zum Beispiel beim Umgang zwischen Eltern und Kindern. Umgekehrt genauso, wenn ich in Indonesien war. Ich hatte versucht, Menschen in Indonesien aus der deutschen Sicht zu beeinflussen.
Da wir fast jedes Jahr mit oder ohne Kinder nach Indonesien flogen, um dort meine Geschwister zu besuchen und insbesondere in unterschiedlichen Orten Urlaub zu machen, verschwanden allmählich die beiden starren deutschen und indonesischen Sichtweisen, wie man leben sollte. Meiner Meinung nach gibt es keinen Standard, sondern es gibt nur unterschiedliche Lebensweisen. Das heißt, dass man in unterschiedlichen Kulturen auch unterschiedlich lebt, man lebt nur anders. Ich kenne die drei Kulturen indonesisch, chinesisch und deutsch. Ich versuche aus diesen drei Kulturen und Lebensweisen die besten herauszunehmen, die zu mir passen.
Im Jahr 1995 verkauften wir unser Doppelhaus und bauten ein neues Haus in demselben Dorf, da wir dort bereits nette Nachbarn und viele Freunde hatten.
Inzwischen empfinde ich es als große Bereicherung, dass ich sowohl Indonesien als auch Deutschland meine Heimat nennen kann.
Nun genieße ich meinen Vorruhestand, und wir besuchen öfters unsere Enkelsöhne Milo in Hamburg und Noah in Singapur. Nächste Woche am Freitag fliegen meine Frau und ich nach Singapur. Wir bleiben dort 2 Wochen bei unserer Tochter, Schwiegersohn und Enkelsohn. Meine Frau fliegt zurück und ich verbringe zusätzlich drei Wochen in meiner ersten Heimat und am 18 April fliege ich in die zweite Heimat zurück.
Autor: Dr. Ridwan Sartiono

14. September 2009

"Paradies am Rande der Hölle“ - Indonesientag im Vogelpark Walsrode

Hinweis auf eine ganztägige Veranstaltung im Vogelpark Walsrode
am Sonntag, 27.09.09
in Kooperation mit dem indonesischen Generalkonsulat, der DIG Hamburg und der IKAT-Agentur

"Ahnenkult und Götterglaube, Tanz des Adlers und Indonesisches Markttreiben,
rhythmischer Sitztanz und javanische Trommeln – All das und noch viel mehr
erleben die Besucher an unserem Indonesien-Tag.

Tänze, Musik aus verschiedenen Regionen: Batak, Java, Bali, Aceh und ein großes Angklung-Orchester erwartet uns.

Und der Vogelpark insgesamt ist allemal einen Besuch wert. Sonder-Eintrittspreise für Mitglieder der DIGs. Weitere Infos hier"

17. Juni 2009

Mit dem Kaffeeröster nach Bali?

"Träumen wir nicht alle von Bali..."

schreibt Karen Stadtlander von der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft Hamburg und verweist in einem aktuellen Kommentar auf die Bali-Vermarktung des Kafferösters Tchibo.

Auf seiner Internetseite

"... bietet Tchibo - garniert mit einem hübschen kleinen Bali-Film, in dem auch Motive aus Java und Kalimantan erscheinen - eine recht günstige Reise nach Bali an. Ihnen und den Werbemachern sei diese Reise empfohlen, schauen Sie selbst, Bali ist viel schöner als die Tchibo-Kissen, Tischläufer und Schirmständer u.s.w.!"

Kommentar von Karen Stadtlander, DIG Hamburg (auch mit Links zu den Parlamentswahlen und zur Präsidentenwahl)

17. Mai 2009

Indonesisches Filmfestival in Hamburg vom 8.-10. Juni

Zum Vergrößern bitte in das Poster klicken


RIRI RIZA
geboren 1970 in Makassar, studierte zunächst in der Filmabteilung der Kunsthochschule in Jakarta, ging dann nach London, wo er Drehbuch an der Royal Holloway University studierte. Seither hat er sich einen Namen gemacht als einer der führenden Regisseure des jungen indonesischen Kinos. 1994 war er Regieassistent bei Mark Peploes. Sein Kurzfilm  „Sonata Kampung Bata“ wurde bei den Kurzfilmtagen Oberhausen ausgezeichnet. Auch engagierte er sich stark in der Anti-Zensur-Bewegung Indonesiens. Im Panorama der Berlinale 2009 wurde er mit den „Regenbogenkriegern“ enthusiastisch gefeiert.

Zusammen mit dem  Generalkonsulat der Republik Indonesien zeigen wir in einer Werkschau erstmalig und exclusiv in Hamburg drei seiner abendfüllenden Spielfilme, alle im indonesischen Original mit englischen Untertiteln:

LASKAR PELANGI — DIE REGENBOGENKRIEGER Originalfass. m. engl. UT
von Riri Riza, mit Cut Mini, Zulfani, Ferdian, Indonesien 2008, 124 Min

Mit dem ersten Schultag nimmt die Geschichte ihren Anfang – und mit den beiden Lehrkräften Muslimah und Harfan. Sehnlichst erwarten sie am Beginn des neuen Schuljahres die neuen Schüler. Mindestens zehn müssen es sein, die sich in der baufälligen islamischen Grundschule anmelden, sonst wird die Schule geschlossen, das hat ihnen die Schulbehörde angekündigt. Es ist also verständlich, wenn Muslimah und Harfan ziemlich nervös sind. Doch zum Glück melden sich tatsächlich 10 Schüler an. Die meisten von ihnen sind Kinder armer Tagelöhner. Von Muslimah mit einem offiziellen Spitznamen versehen, bilden Sie die kleine Enklave der Erstklässler—die „Regenbogenkrieger“. Über fünf Jahre verfolgt der Film ihre Schicksale — und damit zugleich den Kampf Benachteiligter, für das Recht, Träume Wirklichkeit werden zu lassen.

Bei diesem Film „kann man als westlich geprägter Zuschauer (…) ganz nebenbei wirklich viel lernen über den Alltag im gemäßigten Islam, das Miteinander der Geschlechter, Klassen und Systeme und nicht zuletzt darüber, wie man gegen äußere Widerstände unbeirrbar seinen eigenen Weg geht.“ (Quelle: www.schnitt.de)

Montag, 8.6. um 19.30 Uhr, Dienstag, 9.6. um 17.00 Uhr

GIE 
Originalfassung mit englischen Untertiteln von Riri Riza, mit Nicolas Saputra, Jonathan Mulia, Indonesien 2005, 147 Min.

Der Film basiert auf einer wahren Geschichte. Der junge Autor Gie ist in den 60er Jahren, der dunkelsten Zeit in der indonesischen Geschichte, politischer Aktivist. Sein Leben pendelt zwischen den einschneidenden politischen Geschehnissen und seiner privaten Welt von Freundschaft  und Liebe. Für ihn bricht eine Welt zusammen, als er sieht, dass sein Kampf für Gerechtigkeit und Wahrheit in einem neuen diktatorischen Regime endet. Doch er setzt seinen Kampf fort. 

Dienstag, 9.6. um 19.30 Uhr, Mittwoch, 10.6. um 16.45 Uhr


ELIANA, ELIANA 
Originalfassung mit englischen Untertiteln von Riri Riza, mit Rachel Sayidina, Jajang C. Noer, Indonesien 2002, 83 Min.

Vor fünf Jahren flüchtete Eliana von zu Hause, um in Jakarta zu leben. Eines Tages kommt ihre Mutter mit dem Vorhaben, Eliana zurück in ihre Heimatstadt zu holen. Eliana begibt sich jedoch erstmal auf eine nächtliche Tour in einem Taxi, um ihre Mitbewohnerin Heni zu suchen. Die Mutter wird einfach mitgenommen. Die Reise durch die Nacht enthüllt viele Dinge über Mutter und Tochter.

Mittwoch, 10.6. um 15.00 und 19.30 Uhr

5. April 2009

"Indonesien ganz nah" Präsentation in den Schloss-Arkaden Braunschweig

Tänze, Lieder, Informationen

PC152104

9. Mai 2009, 11:00 - 16:15 Uhr
Schloss-Arkaden Braunschweig

Eine Veranstaltung der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft Niedersachen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Generalkonsulat der Republik Indonesien Hamburg


Programmübersicht

11:00 bis 13:30 Uhr
Wiederholung des Programms:
14:00 bis 16:15 Uhr
( Download des Programms )

11:00 Einzug aller Akteure in die Schloss-Arkaden --

11:15 Beginn mit Anklung-Orchester und Begrüßungstanz 14:00

11:25 Begrüßung, Herr Wolfgang Sehrt, Präsident der DIG, Grußworte: Herr Teuku Darmawan, Generalkonsul der Republik Indonesien (Hamburg), Stadt Braunschweig 14:10

11:30 Anklung-Musik 14:15

11:40 Vorstellung Indonesien 14:25

11:50 Gamelan-Orchester 14:35

12:00 Klono Topeng Tanz (Java) 14:45

12:10 Indonesische Lieder 14:55

12:15 Balinesischer Tanz 15:00

12:25 Indonesische Lieder 15:10

12:35 Kalesworo Tanz (Java) 15:20

12:45 Traditionelle indonesische Lieder 15:30

12:50 Merak Tanz (Java) 15:35

13:00 Kinder singen indonesische Lieder 15:45

13:05 Jaipong Tanz (Java) 15:50

13:15 Saman Tanz (Sumatra) 16:00

13:25 Fotoshooting 16:10

Die DIG dankt der ECE Centermanagement GmbH & Co. für die technische Unterstützung der Veranstaltung.

14. Juli 2008

1. September 2004

Sommerfest, Möma, 29. Aug. 04